Lightshapes

2025 / Bachelor

Workshop zu Farbe und Licht im Raum

«Dystopia» von Enya Boschung, Soley Mundschin und Patricia Reusser

Von Song zur räumlichen Komposition

Kann ein Raum nach Goa Trance aussehen? Wie fühlt sich Filmmusik in Licht an?

 

Im prozessorientierten Workshop «Lightshapes» übersetzen Studierende des 1. Semesters Klänge in räumliche Kompositionen aus Objekten, Farbflächen und Licht. Unterschiedliche musikalische Genres – von epischer Filmmusik bis zu pulsierender elektronischer Musik – bilden den Ausgangspunkt für experimentelle, dreidimensionale Setups.

 

Die entstandenen Bilder sind dabei keine digitalen Montagen: Sie entstehen direkt im Raum – ohne Photoshop, ohne KI.

«Genesis» von Svea Trede

Experiment mit Farb, Form und Licht

Im Zentrum des Workshops steht die Frage nach Atmosphäre. Welche Werkzeuge haben wir, um sie bewusst zu erzeugen? Wie verändern Farbe, Material und Licht die Wahrnehmung eines Raumes – und damit auch seine Stimmung?

 

Die Studierenden arbeiten mit Farbflächen, transparenten und reflektierenden Materialien, gerichteten und diffusen Lichtquellen. Sie testen Harmonien und bewusste Brüche, Überlagerungen, Schattenwürfe und Kontraste. Musik dient dabei als Impulsgeber: Rhythmus, Dynamik und Klangfarbe werden in räumliche Kompositionen übersetzt.

 

Der Prozess ist unmittelbar und experimentell. Verschiedene Lichtsituationen werden aufgebaut, verschoben, neu kombiniert. Oberflächen reagieren auf Beleuchtung, Farben verändern sich im Zusammenspiel. So entsteht ein direkter Dialog zwischen Klang, Farbe und Raum.

«Liquid Fusion» von Luna Bürklin, Lea Schibli und Mia Salchli

Atmosphäre gestalten lernen

Gerade im ersten Semester geht es darum, ein Gespür für räumliche Wirkung zu entwickeln. «Lightshapes» vermittelt Grundlagen, die weit über Farbtheorie hinausgehen: Wie wirkt kaltes gegenüber warmem Licht? Wann verstärkt Material eine Farbe – wann bricht es sie? Wie entsteht Spannung, wie Ruhe?

 

Gleichzeitig lernen die Studierenden die Infrastruktur kennen: das Photostudio, unterschiedliche Lichtquellen, Filter, Hintergründe und weitere Materialien, die zur Schaffung einer bestimmten Atmosphäre dienen. Der Lernfokus liegt dabei aber klar auf der physischen Inszenierung im Raum.

 

So wird sichtbar, dass Atmosphäre kein Zufallsprodukt ist, sondern gestaltbar. Mit einfachen Mitteln – Licht, Farbe, Material – lassen sich Räume transformieren. «Lightshapes» schärft den Blick für diese Zusammenhänge und legt eine wichtige Grundlage für das weitere Studium: das bewusste, experimentelle und reflektierte Arbeiten mit Raumwirkung.

Credits
Dozentin

Ruth Scheel

Studierende

Alexandra Annika Högger, Alexandra Maja Anderhalden, Anissa Mantana Soland, Anna Maxine Altdorf, Anja Lisa Baur, Dunja Brunner, Enya Boschung, Eva-Maria Sophia Wennberg, Jon Floyd Lenz, Lea Sophie Schibli, Lydia Zippora Schmidt, Luka Djuric, Luna Joanna Michelle Bürklin, Nana Yael Meret Werren, Mia Salchi, Mia Silvia Hänggi, Mira Olivia Krumm, Noah Nicolas Pozar, Noemi Chantal Weber, Paula Brünjes, Patricia Lara Reusser, Rahel Nina Kummli, Romana Siegwart, Seraina Frey, Soley Josephine Mundschin, Svea Trede, Wilma Vianne Imbescheid