Im Flow der Apokalypse
2020 / Bachelor
Ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Musik und dem Theater Basel
Abgesang, Ekstase, Alte und Neue Musik
Wie klingt die Apokalypse? Studierende der Hochschulen für Musik und Gestaltung und Kunst werden von Benedikt von Peter zur Saisoneröffnung 2020 eingeladen, die Kleine Bühne 13 Tagen lang in eine begehbare Installation zu verwandeln.
Impressionen «It's only the end of the world»
Zivilisationsmüll, Ausgrabungszelte und ein abgestürzter Fesselballon
Jeden Abend sind abwechslungsreiche Performances und ein einmaliges musikalisches Ereignis zu erleben: Mittelalterliche «Oper» trifft auf Neue Musik trifft auf evolutionäre KI-Komposition.
Das Ende der Welt, wie wir sie kennen, muss nicht mit einer zynisch-depressiven Endzeitstimmung einhergehen. Durch die Konfrontation mit Zerstörung und prekären Zuständen, durch die Erfahrung von Instabilität und Abgründigkeit können neue, utopische Räume entstehen: Dann geht der Abgesang der Welt über in den Flow, das Erleben von rauschhaftem Glück.
12 verschiedene musikalische Performances, entwickelt und kuratiert von Dozierenden und Studierenden der Hochschule für Musik werden an 13 Tagen uraufgeführt. In dieser Zeit verwandelt sich die Kleine Bühne rund um die Uhr in Basislager, Probe- und Aufführungsort. Täglich ab 18 Uhr ist die Pop Up Bar für das Publikum geöffnet. Der Raum ist eine begehbare Installation, die eine Welt nach der Apokalypse imaginiert. Das Publikum kann sich frei zwischen Zivilisationsmüll, Ausgrabungszelten und einem abgestürzten Fesselballon bewegen. Inmitten der stofflichen Überreste dieser Welt entsteht jeden Abend mit Performances, Improvisationen und Jam-Sessions.
Einblick in echtes Theatermachen
Die angehenden Szenograf:innen arbeiten eng mit den zwölf Teams der Musikhochschule aus Alter und zeitgenössischer Musik und Oper zusammen. Im gemeinsamen Bühnenbild bestimmen sie die Kostüme, die Lichtchoreografie, die Bewegungsabläufe, Ausstattung, die Dramaturgie und Bewegungsabläufe der Musiker:innen mit. Sie sind bei den einzelnen Proben dabei, bei der technischen Installation, den Lichttests und den jeweiligen Generalproben. Die besondere Herausforderung: Jeden Abend werden mehrere Stücke in unterschiedlicher Abfolge und Zusammenstellung aufgeführt, jeweils eine Uraufführung mit einem bereits aufgeführten Stück. Die Inspizient:innen, die Licht- Video- und Tonregie der Kleinen Bühne des Theater Basel unterstützen die Szenogra:innen, Musiker:innen und den betreuenden Dozierenden grosszügig und wohlwollend: Ein Einblick in echtes Theatermachen.
Dokumentation Sonic Space Basel
- Konzept
Uli Fussenegger (HSM), Benedikt von Peter, Andreas Wenger (HGK)
- Bühne
Andreas Wenger
- Projektentwicklung
Sarah Chaksad, Johannes Keller, Johannes Kreidler, Anne-May Krüger, Isolde Siebert, Paul Suits, Mike Svoboda (alle Hochschule für Musik)
- Dramaturgie
Niels Nuijten, Angela Osthoff mit Studierenden der Hochschule für Musik und der Hochschule für Gestaltung und Kunst, FHNW
- Technische Direktion
Joachim Scholz
- Werkstätten-/Produktionsleitung
Oliver Sturm
- Bühnenbildatelier
Marion Andrea Menziger (Leiterin Bühnenbildatelier)
Romina Kaap
Julia Kraushaar- Ton/Video
Robert Hermann (Leiter Abteilung Ton/Video)
David Fortmann (Cheftechniker Video)
Beat Frei (Ton Kleine Bühne)- Beleuchtung Grosses Haus
Stefan Erny
Roland Heid
Julian Kestler- Bühnen Theater
Olivier Bouvard
Thomas Karrasch
Rodrigo Recinos
Arthur Schweitzer- Kostümabteilung
Karin Schmitz (Leiterin der Kostümabteilung)
Carolina Mariana Wüthrich (Kostümassistenz/Gast)- Malsaal
Oliver Gugger (Leiter Malsaal)
Andrea Mercan-Eisenring- Hospitanz
Alba Rownes Selma Borja
- Szenograf:innen
Kim Guttmann, Rebekka Ammann, Joël Gasser, Charlotte Martin, Naima Heim, Jana Furrer
- Video Dokumentation
Prismago-GmbHRegie: Andrian Kelterborn
Kamera: Jonas Jäggy, Genevieve Chanel Mathis