SociaLandscapes FRANCK
2026 / Bachelor
Wiederverwendung als soziales Gut
Neue Begegnungsräume durch Umnutzung
Wie schaffen wir lebendige Orte der Begegnung in unseren Städten – und das mit Ressourcen, die bereits vorhanden sind? Vor dieser Frage standen die Studierenden des zweiten Semesters. Sie erhielten den Auftrag, Entwürfe für gemeinschaftliche Aufenthaltsorte auf dem Basler Franck-Areal zu entwickeln, welche die sozialen Interaktionen und Kontakte auf dem Areal fördern.
Das Besondere an diesem Umsetzungsprojekt ist, dass die Räume ausschliesslich aus wiederverwendeten Materialien des vor Ort ansässigen Bauteillagers gebaut werden. Unter dem Leitbegriff des «Gebrauchsschutzes» wird der gewohnte Entwurfs- und Planungsprozess auf den Kopf gestellt. Ein spielerischer und kompromissloser Ansatz für zukunftsfähige Designprozesse.
Zum Start des Semesterprojekts nutzen die Studierenden wiederverwendete Materialien aus dem Bauteillager, um sich der Architektur der SociaLandscapes zu nähern.
Vom Material zum Entwurf
Von der ersten Konzeptphase bis zur finalen Umsetzung arbeiten die Studierenden in festen Teams. Der Entwurfsprozess kombiniert dabei haptisches Arbeiten mit präziser Vermittlung. Als zentrales Denkwerkzeug dient ab dem ersten Tag ein persönlich und manuell geführtes Prozessbuch, in dem Gedanken und Skizzen erfasst und reflektiert werden.
Die Teams nutzen sowohl analoge Modelle als auch digitale Arbeitsmethoden als zentrale Entwurfsinstrumente, um räumliche Ideen und Settings zu untersuchen und zu vergleichen. Sie beziehen ihre Bauteile aus den Materiallagern, verwalten sie in eigenen Teamdepots und tragen vor Ort die Verantwortung für den sorgsamen, sicheren Umgang mit den Ressourcen.
Neue Aussenräume für das Franck-Areal
Mit diesem Umsetzungsprojekt wird ein zentrales Kernanliegen des Studiengangs Innenarchitektur und Szenografie direkt in die Praxis übersetzt: die Entwicklung und Realisierung von nachhaltigen, benutzerorientierten und gesellschaftlich relevanten Räumen. Der entscheidende Lerneffekt lag in der Übersetzung der Ideen in den konkreten Massstab 1:1.
Beim Bauen der realen Objekte gewannen die Studierenden Kenntnisse über Materialverarbeitung, Haptik und handwerkliches Können sowie über reale planerische Abläufe. Die Ergebnisse sind nicht nur neue, einladende Aussenräume für das Franck-Areal, sondern auch das Fundament für ein zirkuläres Verständnis von Raum und Gesellschaft.
- Dozent:
André Haarscheidt
- Werkstatt:
Kurt Küng, Leiter Metallwerkstatt HGK
Helge Brackmann, Leiter Holzwerkstatt HGK
- Wissenschaftliche Assistenz:
Mario Knechtle
- Studierende:
Alexandra Anderhalden, Anna Altdorf, Anja Baur, Aline Blanc, Enya Boschung, Paula Brünjes, Dunja Brunner, Luna Bürklin, Luka Djuric, Seraina Frey, Rebecca Grossen, Mia Hänggi, Alexandra Högger, Wilma Imbescheid, Mira Krumm, Rahel Kummli, Jon Lenz, Soley Mundschin, Noah Pozar, Patricia Reusser, Lea Schibli, Lydia Schmidt, Nana Werren, Anissa Soland, Svea Trede, Noemi Weber
- Expert:innen:
Lea Schneider, Kommunikation FRANCK
Barbara Buser, Initiatorin und Firmeninhaberin
Jan Nemeth, Denkstatt Sarl