Concrete Jungle

2025 / Bachelor

Das Parkhaus der Messe Basel als urbaner Lebensraum

Collage «Umparkhausen» von Tanja Chumira Lüscher

Betonstruktur im Stadtraum

Das Parkhaus der Messe Basel ist ein prägendes Gebäude im städtischen Gefüge des Kleinbasels. Errichtet in den 1970er-Jahren, dient es bis heute als Infrastrukturbau für Besucher:innen der Messe. Gleichzeitig wirkt das Gebäude zunehmend isoliert von den umliegenden Quartieren. Vor diesem Hintergrund existieren Pläne, das Parkhaus abzureissen und durch einen Hochhausneubau zu ersetzen.

 

Das Semesterprojekt «Concrete Jungle» nimmt diesen Ort zum Ausgangspunkt einer gestalterischen Auseinandersetzung. Der Titel bezieht sich auf den gleichnamigen Song von Bob Marley aus dem Jahr 1973, in dem er eine Stadt beschreibt, die durch radikale Entwicklungsprojekte zu einem «Beton-Dschungel» geworden ist. Studierende des 5. Semesters untersuchen das Potenzial des bestehenden Gebäudes und entwickeln visionäre Konzepte für eine alternative Zukunft des Ortes.

Collage «Umparkhausen» von Tanja Chumira Lüscher

Videoarbeiten «Concrete Jungle»

Analyse des Quartiers und spekulative Zukunftsbilder

Das Projekt startet mit einer intensiven Quartierauseinandersetzung rund um die Messe Basel. Durch Begehungen, Recherchen und unterschiedliche Mapping-Methoden untersuchen die Studierenden räumliche Qualitäten, bestehende Nutzungen sowie Beziehungen zwischen Gebäude, Quartier und öffentlichem Raum.

 

Auf dieser Grundlage entwickeln sie experimentelle Szenarien für eine mögliche Transformation des Parkhauses. Inspiriert von filmischen und spekulativen Bildwelten entstehen Collagen, Modelle und Visualisierungen, die alternative Zukünfte entwerfen – vom vertikalen Stadtraum über hybride Begegnungsorte bis hin zu neuen Formen urbaner Gemeinschaftsräume. Die Projekte verstehen sich dabei als Impulse, um das bestehende Gebäude neu zu denken und stärker mit seinem Umfeld zu verknüpfen.

Projekt «Erde 7» von Sophie Heimoz

Transformation statt Abriss

Der Umgang mit bestehenden Gebäuden gehört zu den zentralen Herausforderungen zeitgenössischer Gestaltung. Abriss und Neubau gelten häufig als naheliegende Lösung – gleichzeitig gehen dabei wertvolle Ressourcen und räumliche Qualitäten verloren.

 

Im Projekt «Concrete Jungle» lernen die Studierenden, vorhandene Strukturen als Ausgangspunkt für neue Ideen zu verstehen. Das Parkhaus der Messe Basel dient dabei als reales Experimentierfeld: Ein funktionales Infrastrukturbauwerk wird zum Anlass, über neue Formen urbaner Nutzung, über die Verbindung von Innen- und Aussenraum sowie über die soziale Dimension von Stadträumen nachzudenken.

 

Die entwickelten Projekte zeigen, wie gestalterische Interventionen dazu beitragen können, bestehende Gebäude neu zu beleben und sie stärker mit ihrem städtischen Umfeld und den Menschen vor Ort zu verbinden.

Credits
Dozierende

Eva Hauck

Nader A. Taghavi

Wissenschaftliche Assistenz

Nela Weber

Studierende

Anaïs Gobet, Binia Dietz, Marie-Claire Larboulette, Münevver Arslan, Naima Maow, Romy Vetter, Sarah Dinh, Sophie Heimoz, Sophie Meyer, Tanja Chumira Lüscher

Expert

Thomas Kissling, Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich