Raumintervention Horburgparking

2025 / Bachelor

Impulse für die Zukunft

Projekt «Park Haus» von Luka Djuric und Noah Pozar

Vom Parkhaus zum Quartierraum

Das Horburgparking im Kleinbasel wurde Anfang 2025 vom Kanton Basel-Stadt übernommen, um neue Perspektiven für das Gebäude zu eröffnen. Damit stellt sich grundsätzlich die Frage: Wie könnte ein Parkhaus künftig auch anders gedacht werden? Studierende des zweiten Semesters untersuchen vor Ort, welches Potenzial im Parkhaus steckt – und entwickeln visionäre Konzepte als Impulse für zukünftige Szenarien.

Collage von Luka Djuric und Noah Pozar

Horburgparking

Entwurf im Dialog

Mit dieser Aufgabenstellung treten die Studierenden im ersten Semester erstmals in Kontakt mit einem realen Ort. Ziel ist es, Ansätze für einen vernetzten Treffpunkt im Quartier zu formulieren – einen Ort, der Austausch ermöglicht, Identität stiftet und neue Formen des Zusammenlebens unterstützt.

 

Grundlage dafür ist eine intensive, individuelle Auseinandersetzung mit Geschichte, Umfeld, baulicher Substanz und Atmosphäre des Gebäudes. Wegbereitend für die Auseinandersetzung ist dabei die Quartierführung von Theres Wernli des Stadtteilsekretariats Kleinbasel. Sie spannt den Bogen von aktuellen Entwicklungen rund um den Horburgpark – einst ein Gottesacker – bis hin zu künftigen Arealentwicklungen und stadtpolitischen Fragestellungen. So wird das Parkhaus nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines sich wandelnden urbanen Gefüges.

 

Ergänzend dazu steht die sinnliche, wahrnehmungsbasierte Annäherung an den Ort im Zentrum. Mit unterschiedlichen Methoden analysieren die Studierenden die räumlichen und atmosphärischen Qualitäten des Parkhauses. Mapping, Collagen, Skizzen, Videoarbeiten und Arbeitsmodelle dienen als Werkzeuge des Dialogs – sie fördern die Auseinandersetzung zwischen Gestalter:in und Raum.

 

Wertvolle fachliche Impulse für die Entwurfsarbeit erhalten die Studierenden von Samuele Tirendi. Als Architekt bei Denkstatt sàrl bringt er seine Expertise in urbanen Transformationsprozessen und integrativer Gestaltung ein und begleitet die Projekte mit praxisnahen Perspektiven.

Projekt «Park Haus» von Luka Djuric und Noah Pozar

Gestalten im Bestand

Bestehende Gebäude weiterzudenken bedeutet, Ressourcen zu schonen, gewachsene Strukturen zu respektieren und neue gesellschaftliche Bedürfnisse räumlich zu übersetzen. Statt auf Neubau zu setzen, lernen die Studierenden mit dem zu arbeiten, was bereits vorhanden ist. Das Horburgparking wird so zum Experimentierfeld. Fragen zu Raum, Nutzung, Nachbarschaft und Transformation werden hier konkret erfahrbar und fördern eine Haltung, die Gestaltung als verantwortungsvollen, prozesshaften Akt versteht.

Im Semesterprojekt entwickeln die Studierenden darüber hinaus eigene Fragestellungen, leiten daraus Konzepte ab und übersetzen sie in räumliche Entwürfe. So entstehen nicht nur funktionale Lösungen, sondern auch Narrative, die dem Ort neue Bedeutungen geben und seine mögliche Transformation erfahrbar machen.

Credits
Dozentin

Eva Hauck

Wissenschaftliche Assistenz

Andrea Schorro

Studierende

Anna Maxine Altdorf, Alexandra Maja Anderhalden, Anja Lisa Baur, Enya Boschung, Paula Brünjes, Dunja Brunner, Luna Joanna Michelle Bürklin, Luka Djuric, Seraina Frey, Mia Silvia Hänggi, Alexandra Annika Högger, Wilma Vianne Imbescheid, Mira Olivia Krumm, Rahel Nina Kummli, Jon Floyd Lenz, Soley Josephine Mundschin, Noah Nicolas Pozar, Patricia Lara Reusser, Mia Salchi, Lea Sophie Schibli, Lydia Zippora Schmidt, Romana Siegwart, Anissa Mantana Soland, Svea Trede, Noemi Chantal Weber, Eva-Maria Sophia Wennberg, Nana Yael Meret Werren

Externer Expert

Samuele Tirendi, Denkstadt sàrl

Dank

Samuele Tirendi, Denkstadt sàrl
Christoph Theurillat, Technischer Leiter Parkhäuser Basel-Stadt
Theres Wernli, Stadtteilsekretariat Kleinbasel